Was macht Zucker mit der Darmflora?

Was macht Zucker mit der Darmflora?

Wussten Sie, dass sich unser Geschmackssinn in den letzten, sagen wir mal, einhundertfünfzig Jahren von bitter nach süß verschoben hat? 
Ja, beispielsweise Salat und Chicorée waren früher deutlich bitterer als heute. Und wenn wir uns den Löwenzahn im Supermarkt anschauen, dann sehen wir Weiß-gelbliche Stängel, aus denen die Bitterstoffe herausgezüchtet wurden.
 
Zucker ist in aller Munde
 
Zucker, so denken immer noch viele, bringt Energie. Stärkt die Nerven. Macht mobil, bei Arbeit, Spaß und Spiel. 
Kennen Sie das? 
Nach der Mittagspause im Büro gehen die Rollcontainer mit den Süßigkeiten auf, alle denken, dass sie jetzt einen Kick brauchen um die nächsten Arbeitsstunden konzentriert und wach zu überstehen?
 
Inzwischen ist allerdings auch bekannt, dass wir allesamt viel zu viel Zucker zu uns nehmen. Vor allem, wer sich zuweilen auch mit Fertigprodukten ernährt, in der Kantine oder der Mensa isst, oder mittags am liebsten sein süßes Teilchen zum Kaffee hat, gerät sehr schnell in die Zuckerfalle. Das vertrackte ist, dass wir oft gar nicht merken, wieviel Zucker in den Lebensmitteln enthalten ist. Aber stellen Sie sich einmal vor: die gängige Tagesration beim Zuckerverbrauch liegt in etwa bei 50 Zuckerstückchen! Das ist ein ordentlicher Berg.
 
Was ist denn überhaupt so schlimm am Zucker? 
 
o   Zucker ist ein Vitamin-B- Räuber.
 Das betrifft vor allem das Vitamin B1, denn es ist am Abbau des Zuckers beteiligt und wird so dem Körper für seine eigentlichen Funktionen entzogen.
o   Zucker versorgt uns weder mit Vitaminen noch mit Mineralien
Dafür aber mit jeder Menge Kalorien. Dass er dick macht, das weiß heute jede und jeder.
o   Zucker macht süchtig
Ja, genau. Haben Sie schon mal ausprobiert, ohne Zucker auszukommen? – Sie werden sich wundern. Die Entzugserscheinungen reichen von schlechter Laune bis zu Kopfschmerzen und Verspannungen
o   Zuviel Zucker erhöht das Risiko, an Diabetes Typ 2 zu erkranken
 Wussten Sie, dass Diabetes früher auch „Zuckersucht“ genannt wurde? Gott sei Dank können wir heute diese Erkrankung in Schach halten. Ein Spaß ist es dennoch nicht, denn sie hat Auswirkungen auf den ganzen Körper. Noch vor etwa hundert Jahren sind Menschen daran verstorben. Erst am 27. Juli 1921 haben zwei Mediziner herausgefunden, wie man Insulin aus der Bauchspeicheldrüse von Hunden isolieren kann. Da erst begann es, dass Menschen mit einem Diabetes länger leben konnten.
o   Zucker trägt zur Übersäuerung des Körpers bei
 und damit auch zum Risiko für latente Entzündungen, die zu chronischen Erkrankungen führen können.
o   Zucker fördert die Entstehung von Karies. 
 Nicht nur bei Kindern. 
o   Zucker kann die Leber sehr belasten.
 Bis hin zur Entwicklung einer nicht-alkoholischen Fettleber. Dies ist eine weitere schwerwiegende Erkrankung, die man lieber nicht haben sollte.
 
Doch was macht Zucker nun mit unserer Darmflora?
 
Nun, er bringt sie schlicht und ergreifend aus der Balance. Diejenigen Darmbakterien, die dafür sorgen, dass der Körper nicht zu viel Fett und Kohlehydrate speichert, werden reduziert. Jene, die gerne Zucker verstoffwechseln, machen sich breit und rufen stets nach mehr. 
Und dann gibt es noch das Thema mit den Darmpilzen, allen voran der Candida Albicans. Ein Übermaß kann richtig Ärger im Bauch machen. Es ist zwar nicht mehr Stand der Wissenschaft, dass Sie eine Zuckerkarenz bei Pilzbefall halten müssen (schließlich wird ja auch der Fruchtzucker verstoffwechselt und eine geringe Anzahl Pilze sind im Darm durchaus okay), aber Maß halten ist allemal eine gute Idee.
 
Durch hohen Zuckerkonsum und die daraus folgende Schieflage bei den Darmbakterien wird auch unser Immunsystem geschwächt und die Darmschleimhaut angegriffen. Es entsteht ein Milieu, in dem sich krankmachende Keime besser vermehren können. Zum anderen können durch eine durchlässige Darmschleimhaut auch Nahrungsmittelintoleranzen entstehen.
 
Und nun? Was tun?
 
Es ist wie so oft: Die Dosis macht das Gift. Ab und zu eine Rippe Schokolade oder ein Stück Kuchen ist vollkommen in Ordnung. Nur, wenn es dann am Abend vorm Fernseher eine ganze Tafel Schokolade wird, dann sollten Sie in die Bremsen steigen. Hier habe ich ein paar Tipps für Sie, wie Sie die Sache in den Griff bekommen können:
 
o   Schauen Sie beim Einkauf auch auf die Zutatenlisten der Produkte. Die Nährstofftabellen weisen Zucker aus. Ich füge Ihnen unten außerdem einen hilfreichen Link in Sachen „Zucker in Lebensmitteln“ ein.
o   Weichen Sie auf andere Süßungsmittel aus – hier ist besonders Xylith oder Erythrit zu empfehlen. Denn diese Süße wird im Organismus sogar basisch verstoffwechselt, belastet die Bauchspeicheldrüse nicht, und schont die Zähne. Aufpassen allerdings: Wenn Sie nicht daran gewöhnt sind, kann Xylith abführend wirken. Beginnen Sie in kleinen Schritten mit der Umstellung.
o   Beim Backen nehmen Sie einfach nur die Hälfte der angegebenen Zuckermenge. Oder gar noch weniger und mischen Sie das mit Xylith.
o   Prüfen Sie doch einmal, warum Sie so „schnäckisch“ sind. Was gibt Ihnen Süßes vom Gefühl her? Greifen Sie zur Schokolade, wenn es Ihnen nicht gut geht? Sind daran Erinnerungen an glückliche Zeiten der Kindheit verknüpft?
o   Machen Sie einen Break: Nach einer Woche Heilfasten ist Ihr Körper in einer komplett anderen Verfassung. Sie werden merken, dass danach die Süßkramregale im Supermarkt nicht mehr so nach Ihnen schreien.
o   Unterstützen Sie Ihre Darmflora mit einem guten Probiotikum wie probaflor. Damit können Sie zwar nicht bedenkenlos Zucker konsumieren, aber es hilft Ihrem Darm generell, in Balance zu bleiben.